Pascal Gamboni & Rees Coray

PASCAL GAMBONI & REES CORAY — poetisch, frech, verwurzelt und vor allen Dingen vital klingt die zutiefst rätoromanische Musik der beiden Ausnahmemusiker.

Dass die beiden ein eingespieltes Team sind bewiesen sie bereits mit ihrem 2012 erschienenen Album „i am THE SONG is me“. So ist es schließlich erfreulich zu wissen, dass sich aus den mehr als fruchtbaren Jam Sessions das entwickelte worauf wir gewartet haben: Das zweite gemeinsame Projekt des Singer Songwriters Pascal Gamboni und des Jazzbassisten Rees Coray, das auf den Titel „Veta Gloriusa“ hört, ist eine konsequente Fortsetzung ihres musikalischen Werks. So bleibt die bewährte Besetzung aus Stimme, Gitarre und Kontrabass der Schlüssel zu einem intimen und dynamischen Erlebnis.

Die musikalischen Werdegänge und die Liste der Erfolge der beiden Musiker sind lang. Pascal, der bereits seit Jahren ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Schweizer Musiklandschaft ist, machte anfänglich durch sein Duo Cantauturs Passiunai auf sich aufmerksam, bevor er klassische Gitarre studierte. Im Anschluss ging es für ihn nach England wo er für zehn Jahre in verschiedenen Bandprojekten mitwirkte. Besonders seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Literatur-Nachwuchstalent Arno Camenisch erfreute sich zudem großer Beliebtheit, was sich schließlich in dem Raiffeisen Cultura Preis 2013 niederschlug. Kontinuierliche Radioeinsätze auf SRF Virus, SRF3, Radio Swiss Pop und Radio Rumantsch, sowie sein nicht auschöpfbarer Wille sich auf internationalen Bühnen (Montreux Jazz Festival!) zu bewehren machten ihn über die Jahre zu einer nicht mehr weg zu denkenden Instanz in der Weltmusikszene. Seine letzte Veröffentlichung „La Ventira“ bescherte ihm zudem im Dezember 2015 die Auszeichnung als „Best Talent“ durch Radio SRF3.

Der Bassist Rees hat seine Wurzeln im Jazz und ist, mitunter durch seinen markanten roten Bart, aber vor allem durch seinen einmaligen Basssound zu erkennen. Dank seiner weitreichenden Bühnenerfahrung in Verbindung mit Musikergrößen, wie Cha da Fö, Hanreti, Sleepyhouse, Solem und vielen Anderen entwickelte er sich zu einem unersetzbaren Act auf den Club- und Festivalbühnen Europas. Als studierter E-Bassist und Musikpädagoge baute er sich ein zweites Standbein auf. Besonders die ihm innewohnende Melancholie, die seiner romanischen Heimat entspringt, ermöglichte ihm zahlreiche musikalische Kooperationen und Einsätze bei verschiedensten Künstlern aus verschiedenen Genres.

Wer sich bei dieser geballten Vielfalt an Einflüssen nicht länger halten kann, dem sei gesagt, dass das Warten bald ein Ende haben wird. Denn bereits im Dezember dieses Jahres erscheint das zweite Album „Veta Gloriusa“, welches von der rhythmischen und zugleich melancholisch-magischen Single „I’m On The Roof“ begleitet wird. So ist es den beiden Freigeistern gelungen, ihre romanischen Wurzeln mittels der Musik über die Grenzen des Bündnerlandes und der Schweiz bekannt zu machen. Und bald auch in ganz Europa.